In Bela­rus, einem der neu­en Nach­barn der Euro­päi­schen Uni­on in Ost­eu­ro­pa, wer­den Men­schen­rech­te mas­siv ver­letzt. Prä­si­dent Alex­an­der Luka­schen­ko, 1994 nach einer demo­kra­ti­schen Ver­fas­sung gewählt, hat das Land mit einem Ver­fas­sungs­coup im Novem­ber 1996 und danach in einen neo-sowje­ti­schen auto­ri­tä­ren Staat umge­wan­delt:

  • Die Gel­tung von Ver­fas­sung und Gesetz­ge­bung wur­de durch die Will­kür von Prä­si­di­al­de­kre­ten ersetzt.
  • Die Tei­lung zwi­schen der Exe­ku­ti­ven, der Legis­la­ti­ven und der Judi­ka­ti­ven Gewalt des Staa­tes wur­de auf­ge­ho­ben.
  • Wah­len wer­den sys­te­ma­tisch mani­pu­liert. Das Par­la­ment hat kei­ne Rech­te. Das Bud­get des Prä­si­den­ten unter­liegt der Geheim­hal­tung.
  • Die elek­tro­ni­schen Medi­en lie­gen in der Hand der Staats­macht. Die freie Pres­se wird behin­dert, kri­ti­sche Jour­na­lis­ten wer­den ver­folgt.
  • Regie­rungs­un­ab­hän­gi­ge Orga­ni­sa­tio­nen wer­den ver­bo­ten.
  • Füh­ren­de Oppo­si­tio­nel­le wur­den ermor­det oder „ver­schwan­den“.

Die­se und ande­re Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen sind von bela­rus­si­schen und inter­na­tio­na­len Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen sowie von Euro­pa­rat, OSZE und Ver­ein­ten Natio­nen doku­men­tiert wor­den. Doch das Regime von Luka­schen­ko kann sich zunut­ze machen, dass das poli­ti­sche Inter­es­se an Bela­rus in Euro­pa gering ist. Dar­un­ter lei­den die alle Men­schen in Bela­rus, die Opfer der Repres­si­on wer­den und sich demo­kra­tisch-rechts­staat­li­che Ver­hält­nis­se in ihrem Land wün­schen.

Die Mit­glie­der der Ver­ei­ni­gung „Men­schen­rech­te in Bela­rus e. V.“ las­sen sich seit dem Jah­re 2004 von dem Gedan­ken, von dem Wunsch lei­ten,

  • in unse­rer frei­en Gesell­schaft Kennt­nis­se über die mas­si­ve und fort­dau­ern-de Ver­let­zung der Men­schen­rech­te in Bela­rus in jeder ihrer Aus­prä­gun­gen zu ver­brei­ten, und
  • Emp­feh­lun­gen für den Umgang mit die­sem Land – der letz­ten Dik­ta­tur in Euro­pa, wie man die­ses Land in der geo­gra­phi­schen Mit­te seit lan­gem poli-tisch qua­li­fi­ziert – und
  • für die Zusam­men­ar­beit mit der Zivil­ge­sell­schaft in Bela­rus zu ver­öf­fent­li­chen und die­se Emp­feh­lun­gen von Zeit zu Zeit zu aktua­li­sie­ren.

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