Pressemitteilung

In ihrem jüngs­ten Stra­te­gie­pa­pier zu Bela­rus for­dert die Ver­ei­ni­gung Men­schen­rech­te in Bela­rus

  • die Abschaf­fung der EU-Visums­pflicht für bela­rus­si­sche Bür­ge­rin­nen und Bür­ger,
  • im Inter­es­se der Inno­va­ti­ons­kraft des Lan­des die Stär­kung des Wirt­schafts­sek­tors der klei­nen und mitt­le­ren Betrie­be in Bela­rus

und

  • ein För­der­pro­gramm der EU und der Bun­des­re­gie­rung für kri­ti­sche Jour­na­lis­ten, Ana­ly­ti­ker, Wis­sen­schaft­ler, NGO-Ver­tre­ter und Kul­tur­schaf­fen­de.

Die Ver­ei­ni­gung sieht die Unab­hän­gig­keit von Bela­rus ange­sichts der destruk­ti­ven und aggres­si­ven Poli­tik der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on gegen­über der Ver­tie­fung der Bezie­hun­gen des Lan­des zur EU akut bedroht. Die staat­li­che Sou­ve­rä­ni­tät von Bela­rus wird auch durch die Bestre­bun­gen Mos­kaus um Domi­nanz in der unter bela­rus­si­scher Betei­li­gung vor Jah­ren gebil­de­ten Eura­si­schen Wirt­schafts­uni­on und der fort­be­stehen­den finan­zi­el­len Abhän­gig­keit des Lan­des von Russ­land in Fra­ge gestellt.

Das Stra­te­gie­pa­pier weist dar­auf­hin, dass in einer öffent­li­chen Ver­an­stal­tung in Minsk 2018 der 100. Jah­res­tag der Bela­rus­si­schen Volks­re­pu­blik (BNR) began­gen wer­den konn­te – und damit die Erin­ne­rung an eine Jahr­zehn­te hin­durch im öffent­li­chen Bewusst­sein ver­dräng­te geschicht­li­che Pha­se des Lan­des wie­der belebt wur­de. Das Regime för­dert zuneh­mend die bela­rus­si­sche Spra­che und Kul­tur, die bis­lang eine Domä­ne der Oppo­si­ti­on waren und von der Regie­rung über Jah­re mar­gi­na­li­siert wur­den. Die Stär­kung einer bela­rus­si­schen Iden­ti­tät gewinnt ange­sichts der bedroh­ten Unab­hän­gig­keit nun auch bei staat­li­chen Stel­len an Bedeu­tung.

Innen­po­li­tisch hat die Repres­si­on des Poli­zei­staa­tes ange­sichts der Span­nungs­la­ge des Lan­des zwi­schen Russ­land und dem Wes­ten in kei­ner Wei­se an Bedeu­tung ver­lo­ren. Wei­ter­hin wer­den Demo­kra­tie, Rechts­staat­lich­keit und Men­schen­rech­te miss­ach­tet und Regime­kri­ti­ker ver­folgt. Unge­ach­tet der von Risi­ken belas­te­ten Unab­hän­gig­keit prä­sen­tiert sich das Land dem aus­län­di­schen Besu­cher und bei inter­na­tio­na­len Sport­wett­kämp­fen als ein vom staat­li­chen Gestal­tungs­wil­len und hin­rei­chen­den wirt­schaft­li­chen und gesell­schaft­li­chen Lebens­ver­hält­nis­sen der Bür­ger gepräg­tes Gemein­we­sen.

Ber­lin, Janu­ar 2019


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